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Tiwaz


Das dritte Aett eröffnet Tiwaz.

Tiwaz ist eng mit dem Gott Tyr verbunden. Tyr, dem Gott des Krieges und der Gerechtigkeit. 
Somit steht Tiwaz für Mut, Opferbereitschaft, Klarheit und Mut.

Genau für den Mut, den eigenen Weg zu gehen, auch wenn er schwierig ist.

Dein Weg, den Du nicht aus einer Laune heraus gehst, sondern  aus Überzeugung.

Tiwaz hilft Dir aus der Laune Überzeugung werden zu lassen. Sie gibt Dir die Klarheit, dass dies DEIN Weg ist, auch wenn er von Dir Opferbereitschaft verlangt. 

Tiwaz lässt Dich somit Verantwortung übernehmen. Verantwortung für Deine Entscheidungen mit allen Konsequenzen.


Sei ehrlich mit Dir. 
Wofür bist du bereit einzustehen?

Tiwaz  fordert von Dir absolute Ehrlichkeit, denn nicht jede Entscheidung ist leicht. Doch jede Entscheidung mit ihren Konsequenzen formt dich.


Bist du dir selbst treu, auch wenn es etwas kostet?
Wer den Konsequenzen seiner Entscheidungen ausweicht, verliert sich. Wer zu ihnen steht, steht zu sich selbst.


Relexionen zu Tiwaz:
Stell dir einen klaren Weg vor. Am Horizont Dein Ziel.
Der Weg ist gerade und unverrückbar, aber mit sichtbaren Hindernissen.
Gehst du ihn?

Sowilo

Sowilo, die Kraft der Sonne.

Sowilo ist das Licht, das alles durchdringt. Das Licht, das Klarheit schafft.

So steht Sowilo für Erfolg, für Lebenskraft und für den Moment, in dem jeder Zweifel weicht.

Doch das Licht von Sowilo ist nicht nur äußerlich.

Es ist auch ein inneres Strahlen. Das Strahlen, wenn aus Wissen Gewissheit wird.

Sowilo ist Selbstvertrauen. 

Die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen und so anzunehmen wie man ist. 

Nicht umsonst entsteht ein Regenbogen durch die Strahlen der Sonne!

Sowilo ist der Moment, in dem alles sichtbar wird.

Wer sich zurückhält, bleibt im Schatten.

Wer strahlt, verändert seine Welt.

Reflexion zu Sowilo:

Versteckst du dein Licht oder lebst du es?

Algiz

Algiz, der Elch. Wie das Geweih den Elch schütz, so ist Algiz eine Schutzrune. Ihre Form erinnert an nicht umsonst an ein Geweih. 

Nachdem wir mit Perthro den Dingen begegnet sind, die wir nicht kontrollieren können, entsteht das Bedürfnis nach Sicherheit. Diese Sicherheit gibt Algiz. 

Während Thuriaz knallhart abwehrt, bildet Algiz eher eine Art Schutzschild. Algiz bildet keine Grenze, sondern absorbiert Energien, die Dir nicht gut tun. Positives wird hindurchgelassen.

Algiz ist weniger die feste Mauer, sonder eher wie eine schützende Decke. Eine Art natürlicher Firewall.

Denn nicht jede Grenze schützt, manche isolieren. Algiz hilft Dir, den Unterschied zu erkennen. 

Sie zeigt Dir wo Du bewusst oder unbewusst selbst Barrieren errichtet hast, die völlig unnötig sind. 

Damit ist Algiz auch eine Art Antenne. Ein Sender und Empfänger zu den höheren Kräften.

Gebete oder Seelenreisen kann die „Antenne“ Algiz verstärken.

Algiz steht für Deine Intuition. Sie fördert Deine Sensibilität gegenüber dem, was uns umgibt. Sie hilft Dir die Energien, die Flut an Informationen zu filtern.

Reflexion zu Algiz:

Stell dir vor, du hast einen Schutzschirm aus Energie um Dich herum.

Vor was soll er Dich schützen und was darf durch? 

Perthro

Perthro ist eine der geheimnisvollsten Runen. 

Sie wird oft mit Schicksal, Los oder Würfelspiel in Verbindung gebracht. Also mit dem, was sich nicht vollständig erklären lässt. 

Sie steht für das Verborgene.

Für Prozesse, die sich dem Verstand entziehen.

Dazu passt es, dass Perthro auch die Rune der Geburt ist. Das Wunder des Lebens. 

„Perth“ ist ein altes Wort für einen Früchte tragenden Baum. Auch ein Apfelbaum symbolisiert das Leben. 

Mit der Geburt beginnt ein neuer Weg. Ein Weg des Unbekannten. Niemand weiß, was uns auf diesem Weg erwartet.

Nicht alles im Leben ist planbar.

Nicht alles folgt klaren Regeln.

Perthro erinnert uns daran, dass Kontrolle eine Illusion sein kann.

Perthro will, dass wir Vertrauen. Vertrauen in das, was nicht sichtbar ist.

Genau dieses Vertrauen ist aber besonders schwierig. Eben weil wir unser Leben kontrollieren wollen, blockieren wir unbewußt oft genau die Wege, die eigentlich für uns gedacht waren.

Perthro fordert Mut, den Mut Dinge geschehen zu lassen, Mut nicht alles zu wissen, Mut nicht alles kontrollieren zu können.

Vertraue dem Leben und kämpf nicht gegen es!

Wer alles kontrollieren will, hat die Kontrolle bereits verloren.

Wer sich öffnet, entdeckt neue Wege.

Reflexion zu Perthro:

Stell dir einen Würfel in deiner Hand vor.

Wenn Du ihn wirfst, weißt Du nicht, wie er fällt.

Kannst du ihn trotzdem werfen?

Eiwaz

Eiwaz, die Eibe. Der alte magische Baum der Druiden.

Yggdrasil, der Weltenbaum ist eine Eibe und keine Esche, wie oft erzählt wird.

Der Baum an dem Odin 9 Tage und Nächte hing, um dann die Runen zu empfangen. 

Eiwaz ist der Baum zwischen den Welten. Die Achse, die Verbindung zwischen oben und unten, zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren. Zwischen dieser und der Anderswelt. 

Darum steht Eihwaz auch für den Kreislauf von Leben und Tod. Diese Rune symbolisiert Transformation und Stabilität gleichermaßen.

Sie steht für Standhaftigkeit in Zeiten des Wandels. Für die Fähigkeit, durch Übergänge zu gehen, ohne sich selbst zu verlieren.

Denn nicht jeder Wandel ist sichtbar und nicht jede Veränderung laut.

Woran hältst du dich fest, wenn alles im Wandel ist?

Sie lädt Dich dazu ein, die eigene innere Achse zu finden.

Einen Punkt, der unabhängig von äußeren Umständen stabil bleibt.

Bleibst du dir treu oder verlierst du dich im Wandel?

Wer keinen Halt hat, wird davongetragen.

Wer verwurzelt ist, bleibt bestehen.

Reflexion zu Eiwaz:

Stell dir einen Baum vor.

Tief verwurzelt. Hoch gewachsen. Der Wind bewegt ihn, aber seine Wurzeln halten ihn.

Wo sind Deine Wurzeln, die Dich halten?

Jera

Jera ist die Zeit der Ernte. Das, was Du gesäht hast darfst Du nun ernten.

Jera ist der Zyklus der Jahreszeiten.  Nicht umsonst erinnert Jera an das Ying-und Yang-Zeichen

Nachdem alles zur Ruhe gekommen ist, beginnt nun die natürliche Bewegung der Zeit.

Jera ist der Kreislauf des Lebens.

Alles, was gesät wurde, wird eines Tages geerntet.

Alles, was beginnt, findet auch seinen Abschluss.

Jera erinnert daran, dass Entwicklung nicht erzwungen werden kann.

Sie folgt ihrem eigenen Rhythmus.

Jera fordert von Dir Geduld.

Für Vertrauen in Prozesse, die sich nicht beschleunigen lassen.

Nicht jede Phase ist sichtbar und nicht jede Veränderung ist sofort erkennbar.

Doch nichts geschieht umsonst.

Jera lädt Dich dazu ein, die eigene Ungeduld zu betrachten.

Denn oft liegt das Hindernis nicht im Weg, sondern im Wunsch nach schnellerem Ergebnis.

Aber wenn Du auf das Ergebnis wartest, wirst Du belohnt werden!

Jera ist der Kreis der Zeit, die Bewegung der Jahreszeiten.

Die stille Gewissheit, dass alles seinen Moment hat.

Hältst Du das Warten aus?

Wer drängelt, stört den Fluss.

Wer vertraut, wächst mit ihm.

Reflexion zu Jera:

Stell dir ein Feld vor.

Etwas wurde gesät.

Kannst du es aushalten, bis es wächst?

Isa

Auf Unwetter folgt die Not-Wende, darauf folgt das Eis. Die Kraft der Stille, in der sich alles verlangsamt, zum Stillstand kommt.

Doch Isa, das Eis, ist alles andere als starr. Sie bedeutet nicht, dass eine Phase in Deinem Leben eingetreten ist, in der nichts voranzugehen scheint.

Doch was eingefroren ist, ist nicht tot, sondern es ist bewahrt. Isa ist wie die gefrorene Oberfläche eines Sees, still, klar, tragend.

Isa steht für Konzentration, für Sammlung, für den Moment, in dem Bewegung oder Aktivität bewusst ausgesetzt wird, damit inneres Erkennen möglich wird.

Isa lädt Dich dazu ein, den Wert von Ruhe zu erkennen. Nicht als Leere, sondern als Erdung. Als Raum um zu Dir zu kommen. Deine Gedanken zu sortieren und klar werden zu lassen. Denn ohne Pause verliert Bewegung ihre Richtung.

Frage Dich:

Suchst du Bewegung in Deinem Leben aus Angst vor dir selbst?

Wer ständig handelt, entkommt sich selbst. Wer still wird, begegnet sich.

Kannst du still werden, ohne dich verloren zu fühlen?

Reflexion zu Isa:

Stell dir eine weite Eisfläche vor.

Kein Wind weht, kein Geräusch ist zu hören.

Was taucht mitten in dieser Stille auf?

Naudiz

Nach dem Hagel folgt die Not? Nein, Naudiz steht für die Not-Wende und für die Notwendigkeit.

Nachdem dem Sturm bleibt das Wesentliche zurück.

Naudiz wird oft als Not oder Mangel missverstanden. Aber die Rune lässt Dich darauf besinnen,  was wirklich gebraucht wird.

Sie ist der Druck, der entsteht, wenn etwas nicht mehr ignoriert werden kann.

Der Moment, in dem eine Veränderung notwendig wird.

Denn erst im Mangel wird sichtbar, was wirklich Bedeutung hat.

Der Mangel oder die Not kann auch innerlich sein. Alte Glaubenssätze, innere Blockaden, die Dich daran hindern, weiterzugehen.

Frage Dich:

Was brauchst du wirklich und was ist einfach Gewohnheit?

Die Not-Wende kündigt sich mit Naudiz an. Wenn Du das annimmst, was wirklich Notwendig ist im Leben und damit zufrieden bist, dann wirst Du jeden kleinen Fortschritt als Geschenk sehen. 

Das wahre Glück liegt in den kleinen Dingen.

Reflektion zu Naudiz:

Was brauchst Du wirklich? 

Ist nur Gewohnheit?

Ist es notwendig in Deinem Leben oder „kann das weg?“

Hagalaz

Hagalaz eröffnet mit einem Gewitter das zweite Aett.

Hagalaz bedeutet Hagel. Sie ist der Sturm von plötzlichen Ereignissen, die nicht kontrolliert werden können.

Sie ist die unkontrollierbare Ur-Kraft der Natur. 

Hagalaz steht für Veränderung, die von außen kommt.

Für Situationen, die uns aus gewohnten Strukturen reißen.

Für das Unvorhersehbare.

Doch in ihrem Kern ist sie nicht zerstörerisch, sondern reinigend wie ein Gewitter im Sommer.

Hagalaz hilft Dir Gewohnheiten aufzubrechen, die zu starr geworden sind. Sie löst, was sich festgesetzt hat.

Hagalaz ist der Sturm, der durch dein Leben zieht.

Nicht um dich zu zerstören, sondern um Raum zu schaffen.

Denn nicht der Wandel selbst verursacht das Leid, sondern das Festhalten.

Was hältst Du noch fest, obwohl es längst gehen will?

Wer sich gegen den Sturm stellt, wird gebrochen.

Wer sich bewegt, findet einen neuen Stand.

Reflektion zu Hagalaz:

Stell dir einen Sturm vor.

Er zieht über dich hinweg.

Was bleibt, wenn er vorüber ist?

Wunjo

Wunjo trägt die Energie der Freude in sich.

Nach dem Gleichgewicht des Geben und Nehmens entsteht hier ein Zustand von Harmonie.

Wunjo wird oft als Glück oder Freude übersetzt. Doch sie meint mehr als einen flüchtigen Moment des Lächelns.

Sie steht für eine tiefe, ruhige Zufriedenheit. 

Für das Gefühl, am richtigen Ort zu sein.

Wunjo ist kein lautes Lachen.

Sie ist ein stilles inneres Einverständnis mit dem Leben.

Sie entsteht nicht nur durch äußere Umstände, sondern in erster Linie durch Deine innere Haltung.

Durch das Annehmen dessen, was ist.

Durch das Erkennen dessen, was bereits da ist.

Wunjo steht auch für Gemeinschaft, für das Gefühl von Zugehörigkeit, für Freundschaft.

Doch sie zeigt auch, wie schnell Freudschaft verloren gehen kann, wenn sie an Bedingungen wie Erfolg, Anerkennung oder Kontrolle geknüpft wird. Wenn sie abhängig macht, toxisch wird.

Wunjo lädt Dich dazu ein, Deinen Blick zu verändern.

Konzentriere Dich nicht auf das, was fehlt, sondern auf das, was ist.

Erlaube Dir, zufrieden zu sein, auch ohne dass alles perfekt ist!

Denn Freude ist oft näher, als wir glauben.

Wunjo ist ein warmes Licht im Inneren. Ein Moment, der nicht festgehalten werden muss, sondern einfach gelebt werden will. Wunjo feiert das Leben. Sie ist die Grillparty, die Geburtstagsfeier oder das Volksfest. 

Wunjo ruft Dir laut zu: Leb!

Such nicht nahc dem Glück! Wer es ständig sucht, übersieht es.

Wer mit offenen Blick durch die Welt geht, findet es überall.

Refelktionen zu Wunjo:

Erinnere dich an einen Moment, in dem du einfach zufrieden warst.

Kein Ziel. Kein Wunsch.

Nur Sein.

Kannst du dorthin zurückkehren?

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