Die Rune Fehu steht am Anfang des älteren Futhark. Sie trägt die Energie des Anfangs, des Besitzes und der bewegten Kraft des Lebens in sich.

Fehu wird häufig mit Vieh oder Reichtum übersetzt. In der Welt der frühen nordischen Kulturen war Vieh jedoch nicht nur ein materieller Wert. Es bedeutete Nahrung, Wärme, Mobilität, Gemeinschaft und Zukunft.

Die Hoffnung im Frühling. Wer Vieh besaß, besaß Möglichkeiten. Fehu ist daher weniger ein Symbol für Besitz als vielmehr für lebendige Ressourcen. Es geht um das, was wächst, gedeiht und genutzt werden will.

In einem übertragenen Sinn kann Fehu auch für persönliche Fähigkeiten, Talente und Chancen stehen. Sie erinnert daran, dass Reichtum nicht nur in Geld gemessen wird, sondern auch in Ideen, Beziehungen und Mut. 

Fehu fragt: Was ist dein inneres Kapital? Was kannst du nähren, damit es sich vermehrt?

Gleichzeitig warnt Fehu vor Stillstand. Besitz, der nicht geteilt oder genutzt wird, ist sinnlos. Wie eine Herde, die nicht bewegt wird, kann auch innerer oder äußerer Reichtum verkümmern. Fehu fordert Bewegung, Austausch und bewusstes Handeln.

Fehu ist ein Funke. Sie ist das erste Glimmen im Dunkel, der Moment, in dem aus Möglichkeit Wirklichkeit wird. Selbstwert, Wachstum, Manifestation und Verantwortung für das eigene Leben stehen bei der Arbeit mit Fehu im Zentrum.

Fehu ist ein Symbol des Anfangs, des bewussten Gestaltens. 

Sie lädt dazu ein, das eigene Leben als fruchtbares Feld zu sehen, auf dem jede Handlung eine Saat ist.

Doch Fehu stellt Dir auch eine Frage:

Hältst du fest oder lässt du fließen?

Wer klammert, verliert. Wer teilt, vermehrt.

So ist das Gesetz des lebendigen Reichtums.

Meditation zu Fehu:

Stell dir ein kleines Feuer vor.

Was nährt es? Was lässt es erlöschen?