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Laguz

Laguz


Laguz bringt die Dinge zum Fliessen.

Diese Rune ist eng mit dem Wasser verbunden, mit allem, was fließt.
Der Fluss des Lebens, der Fluss der Dinge.

Laguz trägt das Ur-Meer in sich und damit den Ursprung allen Lebens. 

Laguz bringt wieder Bewegung in jede Art von Stillstand.

Hör auf damit Dir dauernd Gedanken zu machen, sondern lass Dich von der Strömung tragen. Sie bringt Dich sicher ans Ziel. Auch wenn das Ziel anders ist als Du vielleicht dachtest.

Vertrau in Deine innere Strömungen.
Wasser sucht sich seinen Weg, nicht durch Zwang, sondern durch Bewegung.


Wer kontrolliert, blockiert sich selbst.
Wer dem Fluss vertraut, lebt.


Reflexion zu Laguz:
Stell dir einen Fluss vor.
Es fließt ruhig.
Wohin trägt er dich?

Mannaz

Mannaz


Mannaz steht für den Menschen.
Die Rune steht für alle Menschen. Egal welcher Herkunft, Geschlecht oder Kultur. 
Wir sind alle gleich. 
Menschen eben. 
Wenn Du genau hinschaust, dann kannst Du in der Rune zwei Menschen erkennen, die sich die Hände reichen.


Mannaz steht aber auch für für Identität.
Wer sind wir wirklich?
Oft lernen wir uns selbst erst durch andere kennen.
Mannaz lädt Dich dazu ein, Dich selbst ehrlich zu betrachten.
Ohne Masken, ohne Rollen.
Wer bist du, wenn niemand zusieht?


Sie fordert Klarheit von Dir.
Du bist nicht das Bild, das du vordergründig zeigst, sondern Du bist das, was hinter der Fassade liegt.


Das gilt aber auch für Dein Gegenüber. Auch sie haben vielleicht eine Mauer errichtet, um ihr wahres ich zu schützen. 
Sei offen für andere Menschen. Was für Gemeinsamkeiten gibt es? Was für Unterschiede. Du wirst schnell erkennen, wer es gut mit Dir meint und wer nicht.


Reflexion zu Mannaz:
Stell dir vor, du begegnest dir selbst.
Wen siehst du?

Ehwaz


Ehwaz


Der Name Ehwaz geht auf den altgermanischen Begriff für Pferd zurück. Sie symbolisiert mit dem Pferd nicht nur Fortbewegung, sondern vor allem Vertrauen, Partnerschaft und gemeinsame Bewegung. 

Reiter und Pferd müssen eins sein, nur so erreichen sie gemeinsam das Ziel. Das Gleiche gilt für menschliche Beziehungen. Nur wer gemeinsam handelt kommt voran. 

Ehwaz erinnert Dich daran, dass zwar auch alleine Bewegung möglich ist, aber viel mühsamer und orientierungsloser. 

Gemeinsam kommst Du schneller an Dein Ziel, auch wenn Du dafür Kompromisse eingehen musst, aber das gehört in Partnerschaften dazu.

Damit überhaupt Kompromisse und gemeinsame Ziele entstehen können, muss zuerst Vertrauen entstehen.

Doch Vertrauen entsteht nicht von selbst, es wächst durch Erfahrung, durch Offenheit und durch Ehrlichkeit.

Ehwaz lädt Dich dazu ein, Beziehungen und Partnerschaften (privat und beruflich) bewusst zu betrachten. 

Nicht jede Verbindung ist fest, nicht jede Nähe ist echt.

Das gilt auch für Dich!
Vertraust Du oder kontrollierst Du?
Wer kontrolliert, der trennt. Wer aber vertraut, der verbindet.


Reflexion zu Ehwaz:
Stell dir einen schweren Weg vor.
Aber du gehst nicht allein.
Jemand geht mit dir.
Fühlt es sich leichter an?

Berkano


Die zweite Rune des dritten Aetts ist Berkano. 
Die Birke, sie trägt die Kraft des Werdens in sich.
Sie steht für Wachstum, Geburt und Neubeginn.


Sie gilt als DIE weiblichste aller Runen. 


Somit steht sie für Fürsorge, für Entwicklung, die geschützt werden will.
Sie steht für Mutter Natur.


Berkano symbolisiert also auch innere Prozesse. Dinge, die noch zart sind und wachsen wollen.
Wachstum kann nicht erzwungen werden, aber begleitet werden.
Denn manches braucht Zeit, Raum und Achtsamkeit zum wachsen.


Sie lädt Dich dazu ein, sanft mit Dir selbst zu sein.
Du musst nicht sofort stark sein. Auch etwas das in Dir reift, braucht Schutz und Pflege um wachsen zu können. Das kann eine kleine Idee sein oder große Pläne.


Berkano ist der erste grüne Trieb, das leise Entstehen von etwas Neuem.


Gib Dir selbst den Raum, den du brauchst!
Ungeduld zerstört, Geduld lässt wachsen.


Reflexion zu Berkano:
Stell dir einen kleinen Keim vor.
Zart, aber lebendig.
Wie gehst du mit ihm um?


Tiwaz


Das dritte Aett eröffnet Tiwaz.

Tiwaz ist eng mit dem Gott Tyr verbunden. Tyr, dem Gott des Krieges und der Gerechtigkeit. 
Somit steht Tiwaz für Mut, Opferbereitschaft, Klarheit und Mut.

Genau für den Mut, den eigenen Weg zu gehen, auch wenn er schwierig ist.

Dein Weg, den Du nicht aus einer Laune heraus gehst, sondern  aus Überzeugung.

Tiwaz hilft Dir aus der Laune Überzeugung werden zu lassen. Sie gibt Dir die Klarheit, dass dies DEIN Weg ist, auch wenn er von Dir Opferbereitschaft verlangt. 

Tiwaz lässt Dich somit Verantwortung übernehmen. Verantwortung für Deine Entscheidungen mit allen Konsequenzen.


Sei ehrlich mit Dir. 
Wofür bist du bereit einzustehen?

Tiwaz  fordert von Dir absolute Ehrlichkeit, denn nicht jede Entscheidung ist leicht. Doch jede Entscheidung mit ihren Konsequenzen formt dich.


Bist du dir selbst treu, auch wenn es etwas kostet?
Wer den Konsequenzen seiner Entscheidungen ausweicht, verliert sich. Wer zu ihnen steht, steht zu sich selbst.


Relexionen zu Tiwaz:
Stell dir einen klaren Weg vor. Am Horizont Dein Ziel.
Der Weg ist gerade und unverrückbar, aber mit sichtbaren Hindernissen.
Gehst du ihn?

Sowilo

Sowilo, die Kraft der Sonne.

Sowilo ist das Licht, das alles durchdringt. Das Licht, das Klarheit schafft.

So steht Sowilo für Erfolg, für Lebenskraft und für den Moment, in dem jeder Zweifel weicht.

Doch das Licht von Sowilo ist nicht nur äußerlich.

Es ist auch ein inneres Strahlen. Das Strahlen, wenn aus Wissen Gewissheit wird.

Sowilo ist Selbstvertrauen. 

Die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen und so anzunehmen wie man ist. 

Nicht umsonst entsteht ein Regenbogen durch die Strahlen der Sonne!

Sowilo ist der Moment, in dem alles sichtbar wird.

Wer sich zurückhält, bleibt im Schatten.

Wer strahlt, verändert seine Welt.

Reflexion zu Sowilo:

Versteckst du dein Licht oder lebst du es?

Algiz

Algiz, der Elch. Wie das Geweih den Elch schütz, so ist Algiz eine Schutzrune. Ihre Form erinnert an nicht umsonst an ein Geweih. 

Nachdem wir mit Perthro den Dingen begegnet sind, die wir nicht kontrollieren können, entsteht das Bedürfnis nach Sicherheit. Diese Sicherheit gibt Algiz. 

Während Thuriaz knallhart abwehrt, bildet Algiz eher eine Art Schutzschild. Algiz bildet keine Grenze, sondern absorbiert Energien, die Dir nicht gut tun. Positives wird hindurchgelassen.

Algiz ist weniger die feste Mauer, sonder eher wie eine schützende Decke. Eine Art natürlicher Firewall.

Denn nicht jede Grenze schützt, manche isolieren. Algiz hilft Dir, den Unterschied zu erkennen. 

Sie zeigt Dir wo Du bewusst oder unbewusst selbst Barrieren errichtet hast, die völlig unnötig sind. 

Damit ist Algiz auch eine Art Antenne. Ein Sender und Empfänger zu den höheren Kräften.

Gebete oder Seelenreisen kann die „Antenne“ Algiz verstärken.

Algiz steht für Deine Intuition. Sie fördert Deine Sensibilität gegenüber dem, was uns umgibt. Sie hilft Dir die Energien, die Flut an Informationen zu filtern.

Reflexion zu Algiz:

Stell dir vor, du hast einen Schutzschirm aus Energie um Dich herum.

Vor was soll er Dich schützen und was darf durch? 

Perthro

Perthro ist eine der geheimnisvollsten Runen. 

Sie wird oft mit Schicksal, Los oder Würfelspiel in Verbindung gebracht. Also mit dem, was sich nicht vollständig erklären lässt. 

Sie steht für das Verborgene.

Für Prozesse, die sich dem Verstand entziehen.

Dazu passt es, dass Perthro auch die Rune der Geburt ist. Das Wunder des Lebens. 

„Perth“ ist ein altes Wort für einen Früchte tragenden Baum. Auch ein Apfelbaum symbolisiert das Leben. 

Mit der Geburt beginnt ein neuer Weg. Ein Weg des Unbekannten. Niemand weiß, was uns auf diesem Weg erwartet.

Nicht alles im Leben ist planbar.

Nicht alles folgt klaren Regeln.

Perthro erinnert uns daran, dass Kontrolle eine Illusion sein kann.

Perthro will, dass wir Vertrauen. Vertrauen in das, was nicht sichtbar ist.

Genau dieses Vertrauen ist aber besonders schwierig. Eben weil wir unser Leben kontrollieren wollen, blockieren wir unbewußt oft genau die Wege, die eigentlich für uns gedacht waren.

Perthro fordert Mut, den Mut Dinge geschehen zu lassen, Mut nicht alles zu wissen, Mut nicht alles kontrollieren zu können.

Vertraue dem Leben und kämpf nicht gegen es!

Wer alles kontrollieren will, hat die Kontrolle bereits verloren.

Wer sich öffnet, entdeckt neue Wege.

Reflexion zu Perthro:

Stell dir einen Würfel in deiner Hand vor.

Wenn Du ihn wirfst, weißt Du nicht, wie er fällt.

Kannst du ihn trotzdem werfen?

Eiwaz

Eiwaz, die Eibe. Der alte magische Baum der Druiden.

Yggdrasil, der Weltenbaum ist eine Eibe und keine Esche, wie oft erzählt wird.

Der Baum an dem Odin 9 Tage und Nächte hing, um dann die Runen zu empfangen. 

Eiwaz ist der Baum zwischen den Welten. Die Achse, die Verbindung zwischen oben und unten, zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren. Zwischen dieser und der Anderswelt. 

Darum steht Eihwaz auch für den Kreislauf von Leben und Tod. Diese Rune symbolisiert Transformation und Stabilität gleichermaßen.

Sie steht für Standhaftigkeit in Zeiten des Wandels. Für die Fähigkeit, durch Übergänge zu gehen, ohne sich selbst zu verlieren.

Denn nicht jeder Wandel ist sichtbar und nicht jede Veränderung laut.

Woran hältst du dich fest, wenn alles im Wandel ist?

Sie lädt Dich dazu ein, die eigene innere Achse zu finden.

Einen Punkt, der unabhängig von äußeren Umständen stabil bleibt.

Bleibst du dir treu oder verlierst du dich im Wandel?

Wer keinen Halt hat, wird davongetragen.

Wer verwurzelt ist, bleibt bestehen.

Reflexion zu Eiwaz:

Stell dir einen Baum vor.

Tief verwurzelt. Hoch gewachsen. Der Wind bewegt ihn, aber seine Wurzeln halten ihn.

Wo sind Deine Wurzeln, die Dich halten?

Jera

Jera ist die Zeit der Ernte. Das, was Du gesäht hast darfst Du nun ernten.

Jera ist der Zyklus der Jahreszeiten.  Nicht umsonst erinnert Jera an das Ying-und Yang-Zeichen

Nachdem alles zur Ruhe gekommen ist, beginnt nun die natürliche Bewegung der Zeit.

Jera ist der Kreislauf des Lebens.

Alles, was gesät wurde, wird eines Tages geerntet.

Alles, was beginnt, findet auch seinen Abschluss.

Jera erinnert daran, dass Entwicklung nicht erzwungen werden kann.

Sie folgt ihrem eigenen Rhythmus.

Jera fordert von Dir Geduld.

Für Vertrauen in Prozesse, die sich nicht beschleunigen lassen.

Nicht jede Phase ist sichtbar und nicht jede Veränderung ist sofort erkennbar.

Doch nichts geschieht umsonst.

Jera lädt Dich dazu ein, die eigene Ungeduld zu betrachten.

Denn oft liegt das Hindernis nicht im Weg, sondern im Wunsch nach schnellerem Ergebnis.

Aber wenn Du auf das Ergebnis wartest, wirst Du belohnt werden!

Jera ist der Kreis der Zeit, die Bewegung der Jahreszeiten.

Die stille Gewissheit, dass alles seinen Moment hat.

Hältst Du das Warten aus?

Wer drängelt, stört den Fluss.

Wer vertraut, wächst mit ihm.

Reflexion zu Jera:

Stell dir ein Feld vor.

Etwas wurde gesät.

Kannst du es aushalten, bis es wächst?

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