Kategorie: Drittes Aett

Othala

Othala

Othala, die letzte Rune im Futhark. Sie steht für Heim, Geborgenheit, Heimat, Familie/Erbe und unbeweglichen Besitz. Damit ist allerdings nicht ein schwerer Tresor gemeint, sondern der Besitz im Herzen. Heimat, Zuhause, Familie, also alles, was uns Geborgenheit gibt.

Erbe ist das, was an die nächste Generation weitergegeben wird. So symbolisiert Othala unsere Wurzeln. Doch nicht alles, was wir erben, ist bewusst gewählt.

Manches tragen wir mit uns, ohne es zu hinterfragen.

Othala lädt Dich dazu ein, dieses Erbe zu erkennen und zu entscheiden, was bei Dir bleiben darf. 

Also, was gehört wirklich zu dir und was trägst du nur weiter?

Nicht alles, was alt ist, ist wahr.

Nicht alles, was vertraut ist, ist richtig.

Othala ist die Verbindung von Herkunft und Zukunft. 

Reflexion zu Othala:

Stell dir deine Wurzeln vor.

Was nährt dich?

Was darfst du loslassen?

Dagaz

Dagaz ist der neue Tag. Dagaz ist voller Hoffnung und Optimismus, denn 

nach der Dunkelheit der Nacht kommt das Licht des Tages. 

Dagaz, der Tag(esanbruch) steht für den Übergang. Für den Moment zwischen Nacht und Tag. Die Dämmerung, die neue Hoffnung verspricht. 

Etwas Neues beginnt. Dagaz sind die Momente, in denen sich alles verändert. 

Kein Tag ist wie der andere. Was gestern noch gewiss war, kann heute schon falsch sein.

Sie zeigt, dass Wandel nicht immer langsam ist, manchmal geschieht er in einem einzigen Augenblick.

Dagaz fordert von Dir Offenheit, denn nicht jede Veränderung passt in das, was wir bisher kannten.

Bist du bereit, Altes loszulassen?

Dagaz ist der erste Lichtstrahl, der Moment des Erwachens.

Wer festhält, bleibt in der Vergangenheit stehen, wer loslässt, sieht die Zukunft.

Reflexion zu Dagaz:

Stell dir den Sonnenaufgang vor.

Ein neuer Tag beginnt.

Was lässt du im Gestern zurück?

Ingwaz

Ingwaz, das Ei. Ingwaz steht somit für Reifung, für das, was wächst, ohne sichtbar zu sein.
Ingwaz sind Deine inneren Prozesse. 
Deine Ideen, die noch nicht bereit sind, in die Welt zu treten. Sie müssen reifen, um ihr volles Potential entwickeln zu können.
Aber auch die inneren Prozesse, deren Du Dir nicht bewusst bist. Das, was in Deinem Unterbewusstsein reift, um dann als klare Entscheidung herauszubrechen.


Lass den Dingen die Zeit zum reifen und versuche nicht etwas unüberlegt zu beschleunigen. Ruhe bedeutet nicht Stillstand, sondern Vorbereitung.


Habe also Geduld mit Dir selbst und vertraue Deinem inneren Prozess.


Ingwaz ist der Samen in der Erde.
Voll von Leben, aber noch unsichtbar!


Wer drängt, bleibt stehen, wer warten kann, lässt wachsen.


Reflexion zu Ingwaz:
Spüre etwas in dir, das sich sammelt um zu wachsen.
Es ist noch still, noch verborgen.
Was wird daraus?

Laguz

Laguz


Laguz bringt die Dinge zum Fliessen.

Diese Rune ist eng mit dem Wasser verbunden, mit allem, was fließt.
Der Fluss des Lebens, der Fluss der Dinge.

Laguz trägt das Ur-Meer in sich und damit den Ursprung allen Lebens. 

Laguz bringt wieder Bewegung in jede Art von Stillstand.

Hör auf damit Dir dauernd Gedanken zu machen, sondern lass Dich von der Strömung tragen. Sie bringt Dich sicher ans Ziel. Auch wenn das Ziel anders ist als Du vielleicht dachtest.

Vertrau in Deine innere Strömungen.
Wasser sucht sich seinen Weg, nicht durch Zwang, sondern durch Bewegung.


Wer kontrolliert, blockiert sich selbst.
Wer dem Fluss vertraut, lebt.


Reflexion zu Laguz:
Stell dir einen Fluss vor.
Es fließt ruhig.
Wohin trägt er dich?

Mannaz

Mannaz


Mannaz steht für den Menschen.
Die Rune steht für alle Menschen. Egal welcher Herkunft, Geschlecht oder Kultur. 
Wir sind alle gleich. 
Menschen eben. 
Wenn Du genau hinschaust, dann kannst Du in der Rune zwei Menschen erkennen, die sich die Hände reichen.


Mannaz steht aber auch für für Identität.
Wer sind wir wirklich?
Oft lernen wir uns selbst erst durch andere kennen.
Mannaz lädt Dich dazu ein, Dich selbst ehrlich zu betrachten.
Ohne Masken, ohne Rollen.
Wer bist du, wenn niemand zusieht?


Sie fordert Klarheit von Dir.
Du bist nicht das Bild, das du vordergründig zeigst, sondern Du bist das, was hinter der Fassade liegt.


Das gilt aber auch für Dein Gegenüber. Auch sie haben vielleicht eine Mauer errichtet, um ihr wahres ich zu schützen. 
Sei offen für andere Menschen. Was für Gemeinsamkeiten gibt es? Was für Unterschiede. Du wirst schnell erkennen, wer es gut mit Dir meint und wer nicht.


Reflexion zu Mannaz:
Stell dir vor, du begegnest dir selbst.
Wen siehst du?

Ehwaz


Ehwaz


Der Name Ehwaz geht auf den altgermanischen Begriff für Pferd zurück. Sie symbolisiert mit dem Pferd nicht nur Fortbewegung, sondern vor allem Vertrauen, Partnerschaft und gemeinsame Bewegung. 

Reiter und Pferd müssen eins sein, nur so erreichen sie gemeinsam das Ziel. Das Gleiche gilt für menschliche Beziehungen. Nur wer gemeinsam handelt kommt voran. 

Ehwaz erinnert Dich daran, dass zwar auch alleine Bewegung möglich ist, aber viel mühsamer und orientierungsloser. 

Gemeinsam kommst Du schneller an Dein Ziel, auch wenn Du dafür Kompromisse eingehen musst, aber das gehört in Partnerschaften dazu.

Damit überhaupt Kompromisse und gemeinsame Ziele entstehen können, muss zuerst Vertrauen entstehen.

Doch Vertrauen entsteht nicht von selbst, es wächst durch Erfahrung, durch Offenheit und durch Ehrlichkeit.

Ehwaz lädt Dich dazu ein, Beziehungen und Partnerschaften (privat und beruflich) bewusst zu betrachten. 

Nicht jede Verbindung ist fest, nicht jede Nähe ist echt.

Das gilt auch für Dich!
Vertraust Du oder kontrollierst Du?
Wer kontrolliert, der trennt. Wer aber vertraut, der verbindet.


Reflexion zu Ehwaz:
Stell dir einen schweren Weg vor.
Aber du gehst nicht allein.
Jemand geht mit dir.
Fühlt es sich leichter an?

Berkano


Die zweite Rune des dritten Aetts ist Berkano. 
Die Birke, sie trägt die Kraft des Werdens in sich.
Sie steht für Wachstum, Geburt und Neubeginn.


Sie gilt als DIE weiblichste aller Runen. 


Somit steht sie für Fürsorge, für Entwicklung, die geschützt werden will.
Sie steht für Mutter Natur.


Berkano symbolisiert also auch innere Prozesse. Dinge, die noch zart sind und wachsen wollen.
Wachstum kann nicht erzwungen werden, aber begleitet werden.
Denn manches braucht Zeit, Raum und Achtsamkeit zum wachsen.


Sie lädt Dich dazu ein, sanft mit Dir selbst zu sein.
Du musst nicht sofort stark sein. Auch etwas das in Dir reift, braucht Schutz und Pflege um wachsen zu können. Das kann eine kleine Idee sein oder große Pläne.


Berkano ist der erste grüne Trieb, das leise Entstehen von etwas Neuem.


Gib Dir selbst den Raum, den du brauchst!
Ungeduld zerstört, Geduld lässt wachsen.


Reflexion zu Berkano:
Stell dir einen kleinen Keim vor.
Zart, aber lebendig.
Wie gehst du mit ihm um?


Tiwaz


Das dritte Aett eröffnet Tiwaz.

Tiwaz ist eng mit dem Gott Tyr verbunden. Tyr, dem Gott des Krieges und der Gerechtigkeit. 
Somit steht Tiwaz für Mut, Opferbereitschaft, Klarheit und Mut.

Genau für den Mut, den eigenen Weg zu gehen, auch wenn er schwierig ist.

Dein Weg, den Du nicht aus einer Laune heraus gehst, sondern  aus Überzeugung.

Tiwaz hilft Dir aus der Laune Überzeugung werden zu lassen. Sie gibt Dir die Klarheit, dass dies DEIN Weg ist, auch wenn er von Dir Opferbereitschaft verlangt. 

Tiwaz lässt Dich somit Verantwortung übernehmen. Verantwortung für Deine Entscheidungen mit allen Konsequenzen.


Sei ehrlich mit Dir. 
Wofür bist du bereit einzustehen?

Tiwaz  fordert von Dir absolute Ehrlichkeit, denn nicht jede Entscheidung ist leicht. Doch jede Entscheidung mit ihren Konsequenzen formt dich.


Bist du dir selbst treu, auch wenn es etwas kostet?
Wer den Konsequenzen seiner Entscheidungen ausweicht, verliert sich. Wer zu ihnen steht, steht zu sich selbst.


Relexionen zu Tiwaz:
Stell dir einen klaren Weg vor. Am Horizont Dein Ziel.
Der Weg ist gerade und unverrückbar, aber mit sichtbaren Hindernissen.
Gehst du ihn?

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